Selztal
Als grüne Lebensader durchzieht die Selz das rheinhessische Hügelland auf ihrem rund sechzig Kilometer langen Weg von der Quelle bei Orbis am Fuße des Donnersbergs bis zur Mündung in den Rhein bei Ingelheim. Wo sich das Tal zwischen sanften Rebenhängen weitet, prägen heute renaturierte Flusswindungen, feuchte Auenwiesen, alte Kopfweiden und dichte Schilfgürtel das Landschaftsbild. Im spannungsreichen Kontrast zum umliegenden Rebenmeer entsteht hier ein stiller Rückzugsraum, der den ursprünglichen Charakter der Flusslandschaft wieder spürbar macht.
Für die Natur- und Landschaftsfotografie bieten die Schutzgebiete und Auen entlang der Selz zu jeder Jahreszeit besondere Licht- und Naturmomente. Wenn in den frühen Morgenstunden feiner Bodennebel über dem Wasser schwebt und die ersten Sonnenstrahlen das Schilf zum Leuchten bringen, erwacht an den Ufern ein vielfältiges Leben: Vom schillernden Eisvogel über rastende Grau- und Silberreiher bis hin zu Störchen, Libellen und seltenen Uferpflanzen eröffnet das Selztal immer wieder neue, faszinierende Perspektiven.